
Pentaxa (vorsicht scharf)
Vielen Dank für diesen langen und sehr ausgewogenen Kommentar. Nun was ist die Quintessenz?
Du predigst die Verhältnismäßigkeit zu wahren, was bei diesem Hobby sehr wichtig ist, um sich nicht bis in alle Ewigkeit zu verschulden. Überträgt man das Zitat von Douglas Adams, so steht die Botschaft klar fest. Das Bild an sich hat so eine immense Bedeutung, dass es fast frevelhaft ist sich um Verhältnismäßigkeit den Kopf zu zerbrechen.
Die Aussage lässt nun zwei Interpretationsrichtungen zu:
- Der Botschaft des Bildes tut es kein Abbruch mit einer 350D und eben nicht mit einer K10D aufgenommen zu sein.
- Keine Verhältnismäßigkeit –– kein Grund sich keine K10D zu zulegen.
Mit deiner Aussage, ich bliebe Canon noch eine ganze Weile treu wirst du sicher richtig liegen.
So jetzt ich (der dritte der 3 Männer mit Fotocomputern). Ich finde, dass du diesen Fotoausflug sehr nieder machst indem zu sagst, dass weder anspruchsvolle und interessante Bilder entstanden sind. Nun, ich bin da anderer Meinung. Die Quote der anspruchsvollen Bilder ist zwar sehr gering, doch waren einige dabei! Mach diesen Tag nicht so nieder. Ich habe viel gelernt und auch über den Tellerrand gesehen, zu Pentax und Canon!
Ich stimme dir zu, nur bezieht sich die Aussage der wenig interessanten Bilder auf den Anfang der Session, die ersten 10 Minuten auf den Treppen der Villa Haar, wie gesagt: das sollte sich im Laufe des Ausflugs änderen –– dem war ja auch so, gerade im Ilmpark an der Ruine und auf dem Marktplatz sind schöne, interessante Bilder entstanden. Ich fand’ dieses Tag sehr schön.
Ich glaube, wir haben mitunter ein lustiges Bild abgegeben, wenn wir mit unseren schwarzen Fotographiercomputern zu dritt um ein Motiv herumgeklettert sind. Der freundliche Herr mit der Minolta auf dem Marktplatz hat das ja irgendwie bestätigt ;-).
Ich finds gut, dass du trotz deiner Sympathie für Canon immer noch gern den Blick über den Tellerrand wagst und die Alternativen gründlich prüfst. Ich denke, du wirst der Marke auch noch eine ganze Weile treu bleiben.
Auch hier und wie so oft ist es eine Frage der Verhältnismäßigkeiten… und auch wenn ich immer predige, sich um diese nicht zu scheren, poche ich doch hin und wieder auf eine Ausnahme ;-)
Auch wenn dies den Rahmen eines Fotokommentars sprengt, so muss ich das doch endlich mal in Gänze zitieren. Aus Douglas Adams’ “Das Restaurant am Ende des Universums”:
— Zitat Beginn —
Der Totale Durchblicksstrudel
Der Totale Durchblicksstrudel stellt sein Bild von gesamten Universum nach dem Prinzip der Analyse extrapolierter Materie her.
Um das zu erklären: Da auf jedes Materieteilchen in Universum in irgendeiner Weise alle anderen Materieteilchen im Universum entwichen, ist es theoretisch möglich, die Gesamtheit der Schöpfung — jede Sonne, jeden Planeten, ihre Umlaufbahnen, ihre Zusammensetzung und ihre Wirtschafts- und Sozialgeschicht aus, sagen wir mal zum Beispiel, einem kleinen Stück Punschtorte zu extrapolieren.
Der Mann, der den Totalen Durchblicksstrudel erfand, tat das im Grunde nur, um seine Frau zu ärgern. Trin Tragula — so war sein Name — war ein Träumer, ein Denker, ein grüblerischer Philosoph, oder wie seine Frau es ausgedrückt haben würde, ein Idiot.
Und sie nörgelte unausgesetzt mit ihm herum, wie wahnsinnig viel Zeit er damit zubrächte, in den Weltraum zu starren oder sich über den Mechanismus der Sicherheitsnadel den Kopf zu zerbrachen oder Spektalanalysen von Punschtorten herzustellen.
Und in das eine Ende stopfte er die gesamte Realität, wie er sie aus einem Stück Punschtorte extrapoliert hatte, in das andere Ende stopfte er seine Frau: so dass sie, als er den Studel anknipste, in einem einzigen kurzen Augenblick die ganze Unendlichkeit der Schöpfung sah und sich selbst im Verhältnis dazu.
Zu Trin Tragulas Entsetzen vernichtete der Schreck ihr Gehirn bis auf den letzen Rest; aber zu seiner Befriedigung stellte er fest, dass er eines überzeugend nachgewiesen hatte: wenn in einem Universum von dieser Größe das Leben überhaupt Bestand haben wolle, dann könne es sich vor allen Dingen nicht leisten, Sinn für Verhältnismäßigkeit zu haben.
— Zitat Ende —